Was ist ein digitales Ökosystem, und wie kann ich es in meiner Anlage nutzen?

Es besteht kein Zweifel, dass wir im Zeitalter der digitalen Transformation leben. Tatsächlich hat sie direkten Einfluss auf unser Leben – und zwar sowohl beruflich als auch privat. Wenn Sie Ihr tägliches Leben einmal genauer betrachten, werden Sie feststellen, dass die digitale Transformation bereits Realität ist. Es gibt unzählige intelligente Geräte, um sich mit der Cloud zu verbinden, und zahlreiche digitale Services, um die verschiedensten Dinge zu speichern. Das reicht von Musikplattformen bis hin zu Videoplattformen etc.

Doch wie wirken sich all diese digitalen Lösungen auf unser tägliches Leben aus? Nun, ich würde sagen, sie verändern unser Verhalten. Auf eine bestimmte Art verhelfen sie uns zu mehr Lebensqualität oder tragen dazu bei, dass wir fundiertere Entscheidungen treffen. Sie erinnern uns an wichtige Termine und sorgen dafür, dass wir immer über alles informiert sind etc.

Was an dieser Stelle erwähnt werden muss, ist, dass die Mehrzahl dieser digitalen Lösungen in einem digitalen Ökosystem arbeitet, auch wenn Sie es noch nie bemerkt haben.

In der Industrie, denke ich, werden digitale Anlagenökosysteme ebenfalls zunehmend zur Realität. Und obwohl Sie mir jetzt wahrscheinlich sagen werden, dass noch immer viele analoge Geräte im Feld zu finden sind, glaube ich doch, dass es kein Zurück gibt. Die digitale Transformation wird weitergehen und in verschiedenen Industriesegmenten zunehmend präsenter sein.

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Abgesehen davon haben die neuen Lösungen eine endlose Liste von technischen Begriffen mit sich gebracht, um all die neuen Services und Geschäftskonzepte zu benennen. Ich bin sicher, Sie alle haben schon von Industrie 4.0 (oder Smart Factory), Industrial Internet of Things, Cloud Computing, Smart Sensors etc. gehört.

Heute habe ich mir ein anderes Industrial Internet of Things (IIoT)-Konzept herausgepickt, über das ich gerne sprechen würde: Das digitale Ökosystem. Schauen wir mal, was das eigentlich ist, wie es funktioniert, welche Komponenten es verwendet und was die Vor- und Nachteile sind.

Bleiben Sie also dabei, holen Sie sich etwas zu trinken, und lassen Sie uns ein bisschen über das digitale Ökosystem sprechen.

Was ist ein digitales Ökosystem?

Wussten Sie, dass ein digitales Ökosystem in der Regel mit einem natürlichen Ökosystem verglichen wird? Der Vergleich macht Sinn angesichts der Idee, die dahinter steht, nämlich über eine anpassungsfähige, skalierbare und nachhaltige Lösung zu verfügen, die Produkte und Services umfasst.

Zudem lässt sich das Konzept auch in verschiedenen anderen Industrien finden, so z. B. in der Unterhaltungsindustrie, Computer- und Fertigungsindustrie, im Marketing, in der Wirtschaft etc. Für jede Branche gibt es verschiedene Services, Produkte und Partnerlösungen.

Ich kann Ihnen viele Technologien nennen, die auf diesem Konzept eines verteilten Netzwerks basieren, so u. a. Machine Learning as a Service (MLaaS), Industrial Internet of Things (IIoT) und Blockchain.

Ein digitales Ökosystem kann sowohl eine geschlossene als auch eine offene Lösung sein. Es stellt jedoch immer verschiedene Services und/oder Produkte für die verschiedenen Anwendungen bereit. Außerdem ermöglicht es Partnern, neue Lösungen zu entwickeln, um Kundenprobleme zu lösen, Daten in unterschiedliche Software-Produkte zu integrieren und Informationen von verschiedenen Quellen zu erfassen.

Jetzt werden Sie sagen: "Und was, bitte schön, ist an digitalen Ökosystemen proprietär? Nun, digitale Ökosysteme sind dort zu finden, wo nur eine einzige Marke alle Anwendungen für die Benutzer entwickelt. Hier gibt es kein Richtig oder Falsch. Es ist einfach nur wichtig, zu verstehen, welche Vorteile ein digitales Ökosystem für Ihre derzeitige Situation bringt. Danach können Sie entscheiden, ob es Sinn macht, eine offene oder geschlossene Lösung für Ihre Anwendung zu nutzen.

Um Ihnen ein Beispiel für ein offenes digitales Ökosystem zu geben: Netilion stellt verschiedene digitale Services für die Welt der Prozessautomatisierung bereit. Es ermöglicht es Partnern, neue Anwendungen auf dem Netilion Hub zu entwickeln und alle von den intelligenten Sensoren erfassten Daten in jede beliebige externe Plattform zu integrieren. Hierzu verwenden Sie die Application Programmable Interface (API), die mit Netilion Connect zur Verfügung steht.

Welche Komponenten gehören zum digitalen Ökosystem?

Abhängig vom jeweiligen digitalen Ökosystem sind jeweils andere Komponenten zu finden, aber im Allgemeinen verfügen Sie über einen Standardsatz an Services und Produkten sowie die Chance, Ihre eigene Anwendung zu entwickeln.

Okay, ich werde Ihnen ein Beispiel für die Komponenten in einem digitalen Ökosystem geben, das die ganze Sache etwas klarer macht.

Wenn wir entscheiden, dass die Betriebsmittel im Feld effektiver verwaltet werden sollen, dann benötigen wir zunächst einmal einen Service wie z. B. Netilion Analytics, damit uns alle zugehörigen Informationen angezeigt werden. Netilion Analytics ist ein Service und die erste Komponente unseres digitalen Ökosystems.

Die nächste Idee ist, die digitalen Zwillingen all unserer Feldgeräte automatisch zu erzeugen. Dazu benötigen wir drei Komponenten.

  • Zunächst einmal muss gesagt werden, dass intelligente Sensoren Teil des digitalen Ökosystems sind: Sie sind die Feldgeräte, die dafür zuständig sind, alle Daten zu liefern.
  • Zweitens müssen wir, um Netilion Analytics verwenden zu können, all diese intelligenten Informationen aus dem Feld erfassen und in die Cloud integrieren. Eine Lösung kann darin bestehen, ein WirelessHART-Netzwerk zur Erfassung der Feldinformationen zu verwenden.
  • Drittens müssen all diese Daten in die Cloud integriert werden. Edge Devices (z. B. FieldEdge SGC500) sind ein notwendiges Werkzeug, um zwischen dem Feld und der Cloud eine sichere Einweg-Kommunikation zu erzeugen.
  • Und schließlich, wenn all diese Informationen in eine externe Lösung integriert werden sollen, können Sie über die API, die Teil von Netilion Connect ist, alles auf eine andere Plattform übertragen.

Großartig, damit haben wir nun alle Komponenten, die Sie zur Verwendung des Netilion-Ökosystems benötigen. Aber denken Sie daran, dass das hier nur ein Beispiel ist! Es gibt auch viele andere Methoden, um Ihre Geräte zu integrieren, selbst wenn Sie keine Online-Integration wünschen.

In diesem Fall benötigen Sie dann weniger Komponenten, d. h. Sie können WirelessHART und das Edge Device vergessen. Machen Sie mit der Scanner-App ein Foto von allen Geräten, und fügen Sie zu jedem einige Informationen hinzu, um das Gerät in der Cloud zu erzeugen. Der Vorgang ist ganz einfach und wird Ihnen später viel Zeit sparen.

Was sind digitale Ökosystemlösungen?

Einfach ausgedrückt sind digitale Ökosystemlösungen die verschiedenen Services, die im digitalen Ökosystem angeboten werden. Wie zuvor bereits erwähnt, gibt es verschiedene Services. Nehmen wir beispielsweise das digitale Netilion-Ökosystem. Es umfasst:

  • Netilion Analytics: Hiermit können Sie sich ein besseres Bild von den Geräten in Ihrer Anlage machen. Sie können Ihre Geräte registrieren, organisieren und verbinden und Ihre Anlage so transparenter machen. Hier erfahren Sie mehr darüber.
  • Netilion Health: Dieser Service liefert über Edge Devices online Statusinformationen zum Zustand der mit der Cloud verbundenen Geräte. Zudem stehen Ihnen historische Diagnosedaten, Abhilfemaßnahmen und Vorgehensweisen zur Verfügung. Hier erfahren Sie mehr darüber.
  • Netilion Library: Hier können Sie alle Information zu Ihren Feldgeräten, wie z. B. technische Handbücher, Zertifikate, Berichte, Fotos und vieles mehr speichern. Hier erfahren Sie mehr darüber.
  • Netilion Smart Systems: Intelligente und kompakte Lösungen für Aquakulturen und Oberflächengewässer. Hier erfahren Sie mehr darüber.
  • Netilion Connect: Bei diesem Service handelt es sich um eine Application Programmable Interface (API). Hier erfahren Sie mehr darüber.

Wie kann ich ein Anlagen-Ökosystem implementieren?

Die Implementierung eines Anlagen-Ökosystems ist einfacher als Sie denken. Sie brauchen nicht gleich mit allen Services zu beginnen, die im digitalen Ökosystem zur Verfügung stehen. Es ist besser, klein anzufangen und dann langsam zu wachsen.

So empfiehlt es sich beispielsweise, das Ganze zuerst einmal kostenlos auszuprobieren, bevor Sie sich dafür entscheiden. So können Sie sich selbst davon überzeugen, wie Ihnen die Analyse- und Zustandsdaten und die Bibliothek helfen können. Außerdem können Sie so zuerst einmal die Schnittstelle und ihre Funktionsweise kennenlernen, einige Geräte hinzufügen etc.

Danach können Sie eine kleine Anwendung auswählen, um ein Edge Device zu verwenden und so Informationen online zu erfassen und in die Cloud zu integrieren. Wenn Sie klein anfangen, lässt sich leichter verstehen, welche Vorteile sich bieten und wie die erfassten Informationen korrekt genutzt werden.

Sie sind für die digitale Transformation bereit und sollten ihr eine Chance geben. Und dafür brauchen Sie keinen Pfennig auszugeben.

Probieren Sie sie erst einmal kostenlos aus, und lernen Sie die Vorteile in der Praxis kennen!

Bis demnächst.